Über mich

Ethnologin, Dozentin und Beraterin in der Sozialen Arbeit

Ich bin trans*. Schon als Kind war das eine prägende kulturelle Erfahrung: Für einen wichtigen Teil meiner Identität fand ich weder Sprache noch Sinn, allenfalls abwertende Begriffe. Diese Erfahrung weckte mein Interesse an Menschen und Ausdrucksformen, die in meiner Kultur als „anders“ oder „fremd“ wahrgenommen werden. Sie führte mich zum Studium der Ethnologie und Psychologie.

Mein Berufsweg begann mit der Assistenz von Personen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Diese Arbeit hat mich nachhaltig geprägt. Ich erlebte den Willen, die Fähigkeiten und die geistige Kraft meiner Klient*innen. Zugleich musste ich erfahren, wie ihre Würde durch institutionelle Strukturen infrage gestellt wurde. In dieser Zeit absolvierte ich Weiterbildungen in personzentrierter Beratung und Case Management.

Von 2010 bis 2017 organisierte ich für den Bundesverband der Berufsbetreuer*innen e. V. Publikationen, Tagungen, Seminare und fachpolitische Kampagnen zur Reform der rechtlichen Betreuung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Von 2017 bis 2023 leitete ich ein interdisziplinäres Projekt der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg und baute eine berufliche Rehabilitation für Menschen mit Epilepsie auf.

Seit Mai 2023 bin ich freiberuflich als Dozentin und Fachberaterin tätig. Mein fachlicher Schwerpunkt ist die Verbindung von Identität, Sprache und Macht. Es belastet und gefährdet die Persönlichkeitsentwicklung, wenn Menschen erleben müssen, dass ihre Körper oder ihr Wesen als minderwertig, falsch, krank oder gestört gelten.

Wenn wir Inklusion statt Ausgrenzung wollen, müssen wir hinterfragen, nach welchen Kriterien und mit welchen Geschichten die Welt und die Menschen eingeteilt und bewertet werden. Deshalb fordert die UN-Behindertenrechtskonvention in Artikel 8 wirksame Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung. Nur wer die eigene Wahrnehmung hinterfragt und sein Denken verändert, kann auch anders handeln.

Ich bin überzeugt, dass wir als Menschen stärker und glücklicher sein können, wenn alle gleichermaßen Sicherheit, Wertschätzung und Freiheit erfahren, unabhängig von der Gestalt, dem Aussehen und der Funktionsfähigkeit ihrer Körper.

Aktuell erweitere ich meine Angebote im Bereich „Vielfalt und Gender“. Ich reflektiere meine persönlichen Erfahrungen als Transperson an der Schnittstelle von Selbstbeobachtung und fachlicher Einordnung. Auf dieser Grundlage unterstütze ich Menschen als ausgebildete Diversity Trainerin, ihr Verständnis und Bewusstsein für geschlechtliche Vielfalt zu stärken. 

 

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© Ela Alex Laviziano - Alle Rechte vorbehalten.

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